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An den Hausaufgaben scheiden sich die Geister

Es gibt Lernende, die für das Abarbeiten der Hausaufgaben nur wenig Zeit brauchen, andere brauchen viel, insbesondere solche, deren Erstsprache nicht Deutsch ist. Letztere beanspruchen die Eltern oft enorm. Remo Largo hat gezeigt, wie unterschiedlich die Voraussetzungen beim schulischen Lernen sind, etwa beim Lesen und Schreiben: Beim Schuleintritt können einige Kinder fliessend lesen, andere kennen gerade einmal einige Buchstaben. Diese Kluft lässt sich mit der Vergabe von Hausaufgaben nicht aufheben. Im Gegenteil: Hausaufgaben verstärken die Chancenungleichheit in hohem Masse und führen zu zahlreichen Problemen. Sie sind nicht mehr zeitgemäss. Effizientes, nachhaltiges und zukunftsfähiges Lernen sieht so aus: Schülerinnen und Schüler lernen in den für die Selektion relevanten Fächern Deutsch und Mathematik im selbstgewählten Tempo und dürfen selbst darüber bestimmen, wann sie zu welchem Thema eine Prüfung schreiben. Gleichaltrige sollen nicht mehr alle zur selben Zeit zum gleichen Thema eine Prüfung schreiben müssen. Damit würden Hausaufgaben obsolet.

Clarita Kunz

MA Schulische Heilpädagogik

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