Was wirklich stigmatisiert

Zu viele falsche Aussagen werden gemacht wie etwa diese: Es braucht standardisierte Zuweisungstests, um zu verhindern, dass sich so viele Personen in einem Klassenzimmer um die Kinder kümmern. Standardisierte Tests sind Momentaufnahmen. Sie sind der falsche Weg, um der Variabilität und dem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden. Sie können Kinder stigmatisieren und ihnen den Weg zum Erreichen von wichtigen Grundfertigkeiten verbauen. Die Frühförderung wäre zu verbessern. Wir brauchen beispielsweise pädagogisch zertifizierte Krippen. – Hingegen ist ein vom Staat vorgegebener Lehrplan (kein Lehrplan21-Monster !), also festgelegte, kollektiv gültige Lernziele zum Erreichen von Grundkompetenzen, unabdingbar. Nicht die Vorgabe der zu erreichenden Ziele sind das Problem. Probleme entstehen, wenn alle Kinder und Jugendlichen zur gleichen Zeit dasselbe lernen müssen, owohl sie sich in Bezug auf ihre schulische Entwicklung erwiesenermassen enorm unterscheiden. Es gibt zu viele Unter- und Überforderte. Sie machen im Frontalunterricht oder im lediglich teilweise individualisierten Unterricht (Wochenpläne) zu Recht immer mehr Probleme. Deshalb werden zu viele Lernziele nicht erreicht. Schnelle und langsame Kinder müssten in den Selektionsfächern Deutsch und Mathematik im individuellen Tempo lernen können. Die anstehende Digitalisierung im Unterricht könnte das genannte Dilemma endlich ausmerzen und wieder für mehr Ruhe sorgen in den Klassenzimmern.

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