Frühförderung immens wichtig

Der Kindergarten und die Schule wurden geschaffen, um die Kinder im Interesse ihrer geistigen, körperlichen, kognitiven, musischen und emotionaler Entwicklung umfassender zu unterstützen und anzuregen als dies in den meisten Familien möglich ist. Die Eltern sollen entlastet werden. Es genügt nicht, das Kind ernst zu nehmen. Erzieherinnen und Erzieher müssen zunächst seine Bedürfnisse kennen. Es will und muss sich in sehr vielen Bereichen entwickeln. Es will und muss auch Kompetenzen entwickeln können, die es von sich aus nicht ausbilden kann, beispielsweise die soziale Kompetenz, weil diese in der Umgebung zuhause oft nur wenig erforderlich ist. Den Kindern zuhause eine Umgebung für eine ganzheitliche Entwicklung zu bieten, wie das zum Beispiel die Montessori-Einrichtungen tun, ist schwierig. Die Frühförderung ist von grösster Bedeutung, weil es sinnvoll ist, möglichen Defiziten vorzubeugen. Ein Kind mit einer kleinen Wahrnehmungs- oder Artikulationsstörung wird sich spätestens mit 4 Jahren nicht mehr wohlfühlen, wenn es merkt, dass es beim Spielen mit anderen nicht berücksichtigt oder ausgelacht wird. Heute achten viele Eltern besonders früh auf die (fremd-) sprachliche und die körperliche Entwicklung ihrer Kinder. Das ist begrüssenswert. Aber es ist immens wichtig, dass eine Fachperson ein Kind sieht, möglichst bevor es 4 Jahre alt wird, um die Eltern beraten zu können, wie es in allen Bereichen gefördert werden kann, damit die Voraussetzungen für ein möglichst störungsfrei verlaufendes Leben und eine störungsfreie berufliche Laufbahn optimiert werden können. Der Frühförderung muss viel mehr Bedeutung zukommen, als dies aktuell der Fall ist. Zumindest in den Kindergärten sollte die Grösse der Gruppen stark beschränkt werden, denn aus den genannten Gründen ist eine Kindergärtnerin mit 20 Kindern total überfordert, so dass sehr viele Therapeutinnen und Therapeuten mithelfen müssen. Das ist unsinnig, teuer und pädagogisch fragwürdig.

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