LP21: KANTONSRÄTINNEN und KANTONSRÄTE KÖNNEN MITSPRACHERECHT RETTEN !

KONKRETE Forderungen fehlen im Positionspapier der FDP zum Thema Volksschule/Bildung: Damit der Lehrplan 21 NICHT zu mehr administrativem Aufwand für die Lehrkräfte führt, muss er in den KANTONSPARLAMENTEN abgelehnt werden! Nur so kann die Bevormundung durch die Erziehungsdirektorenkonferenz EDK gestoppt werden. Wird diese Möglichkeit verpasst, besteht die Gefahr, dass die 4400 Kompetenzen des LPs21 von allen Lernenden erreicht werden müssen, zB indem flächendeckend „Kompetenzpässe“ eingeführt werden, in denen alle Schüler dokumentieren müssen, welche Kompetenzen sie erarbeitet haben. In den Kantonen ZH, AG, SO, SG, LU, BL/BS, TG und GR regt sich der Widerstand gegen die Einführung des LPs21, der vom VEREIN BÜRGER für BÜRGER koordiniert und von der Lehrerinnen- und Lehrerlobby unterstützt wird.

Wird die Möglichkeit in den Kantonsparlamenten verpasst, bleibt dem Souverän nur noch die weit aufwendigere Möglichkeit, eine Initiative gegen die Einführung des LP21 zu ergreifen (6000 Unterschriften sammeln in 6 Monaten).

ACHT ARGUMENTE GEGEN DIE EINFÜHRUNG DES LEHRPLANS 21

unübersichtlich: Trotz Abspeckung von 20% umfasst der LP21 immer noch 4000 Teilkompetenzen.

Mindestlehrziele für die einzelnen Stufen sind zu wenig exakt formuliert.

– Ungeklärte Dokumentation der Kompetenzen: Wie umfassend sollen Lernende und Lehrpersonen das Erreichen der Teilkompetenzen dokumentieren?

– Es besteht die Gefahr von Dauerstress, wenn die Schulen das Erreichen, bezw. Nichterreichen der vielen Teilkompetenzen fortlaufend dokumentiert müssen.

– Ungeklärte Bewertung: Es können flächendeckend unnötige, pädagogisch abträgliche Bewertungssysteme eingeführt werden, welche Lehrpersonen, Kinder und Eltern bevormunden.

Entmachtung und Bevormundung der Schulleitungen

Noten könnten abgeschafft werden. Das würde einigen gefallen. Anderen überhaupt nicht.

immer weniger Diversifikation bei den Schulmopdellen: Um jenen 20% jener Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, welche tagtäglich unter-, bewz. überfordert sind (die Lehrziele nicht erreichen) braucht es das Gegenteil: Es braucht autonome Schulen mit verschiedenen pädagogisch-didaktischen Profilen.

LEHRPLAN 21:  ES  BRAUCHT  KEINE  ZUSÄTZLICHEN  LEHRZIELE!

Solange die neuen, „übergeordneten Kompetenzen“ im Lehrplan 21 als Orientierungshilfen für Lernende, Schulleitungen und Lehrpersonen gelten, sind sie zu begrüssen. Vor allem für Junglehrerinnen und Junglehrer sind insbesondere die erarbeiteten Teilziele zum Erreichen von sozialen Kompetenzen wertvoll. Wenn die neu formulierten Kompetenzen aber als neue, zusätzliche, von den Lehrkräften verbindlich einzuhaltende Lehrziele bestimmt werden, die zusätzlich zu den bestehenden erreicht werden müssen, sollten sich alle pädagogisch kompetenten Menschen vehement dagegen wehren.

Die Lehrerlobby Schweiz wehrt sich entschieden gegen das Definieren von zusätzlichen Lehrzielen bei der Implementierung des neuen Lehrplans und auch gegen eine „kohärente kompetenzbasierte Beurteilung“ neuer Lehrziele, beziehungsweise Kompetenzen.

Genau dies fordert Beat Zemp, Zentralpräsident des Schweizerischen Lehrerverbands, in der Ausgabe der Zeitschrift „Bildung Schweiz“ vom Juli/August 2013, wenn er sagt: „Wesentlich für den Erfolg des Lehrplans 21 wird sein, dass die formulierten Kompetenzen kohärent (in allen Kantonen gleich) beurteilt werden.“

Die Lehrerlobby Schweiz betont: Es braucht keine weiteren Lehrziele für die Lernenden. Die bestehenden Lehrziele genügen vollauf, damit junge Menschen nach den obligatorischen elf Schuljahren weiterführende Schulen besuchen oder eine Berufslehre erfolgreich abschliessen können. Der Fokus ist dringend auf die Rahmenbedingungen im Bildungswesen zu richten, damit mehr Schülerinnen und Schüler die Mindestlehrziele erreichen, damit weniger sonderpädagogische Massnahmen nötig sind, damit die Zahl der Schulabbrecher nicht zu- sondern abnimmt und damit nicht immer mehr, sondern weniger Ritalin verschrieben werden muss. Die Lehrerlobby fordert die totale Autonomie der staatlichen Schulen. Einzig das Erreichen der Lehrziele soll vom Schulamt überprüft werden. Über die Stundentafel, die Methoden (Integration/Separation, Anzahl Zeugnisse, Notengebung, Hausaufgaben, Elternmitarbeit, Didaktik, Schulanlässe usw.) und die Administration sollen die einzelnen Schulen selber entscheiden. Die Kantone müssen die Schulen endlich aus der Bevormundung entlassen.

Der von den Entwicklern als „Jahrhundertwerk“ gelobte Lehrplan 21 läuft Gefahr, die heute vorhandenen immensen Probleme im Bildungswesen zu verschärfen. Es ist absolut unnötig, dass mit der Einführung des Lehrplans 21 auch Schulrankings ins Auge gefasst werden. Die USA hat es vorgemacht. Wir können davon lernen und brauchen jene negativen Erfahrungen nicht auch zu machen. Um die Probleme im schweizerischen Bildungswesen zu lösen können Elemente aus dem Schulsystem der skandinavischen Länder dienen. Sie verfügen über weit erfreulichere Zahlen in Bezug auf den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler. Sie verfügen über weitestgehend autonome Schulen.

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empfohlener Anlass:

1. Nationales Treffen „SCHULEN DER ZUKUNFT“ am Samstag, dem 29. Juni 2013 in Gattikon/Thalwil

http://www.schulen-der-zukunft.org/neuigkeiten/anl%C3%A4sse/

 

INTEGRATION  ALS  ÜBERFORDERUNG  Tages-Anzeiger, 16. Juni 2013

Es braucht flexiblere Lösungen. Integration, die alle überfordert ist pädagogisch abträglich. http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Der-Bub-tut-nicht-gut-Die-Grenzen-der-Integration/story/28338160

 

Herzliche Gratulation dem bedeutendsten Schweizer Pädagogen zu seinem 90. Geburtstag!

Seine vielfältigen Publikationen bereichern gleichermassen alle Menschen,auch“bildungsferne“.                                                                                                                                                                                                                                                     2011 erschien sein neuestes Buch „Ermutigung zur Menschenildung“.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Seine Visionen sind unglaublich schön, einleuchtend, leicht verständlich und zukunftsweisend.
Ihm gebührt ein herzlicher Dank für die vielen, mit einer ungewöhnlich ausdrucksstarken Sprache formulierten pädagogischen Einsichten, welche die Leserinnen und Leser nach wie vor überzeugen.

EHRUNG VON PROFESSOR MARCEL MÜLLER-WIELAND  ANLÄSSLICH SEINES 90. GEBURTSTAGS

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2012 erhielt Prof. Marcel Müller-Wieland beim Filmfestival «10th Angel Film Awards» in Monaco für sein Lebenswerk den «Lifetime A

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